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2016 wird die erfolgreichste Saison der Budenheimer Orientierungsläufer werden. Zwei dritte Plätze bei Deutschen Meisterschaften sind der Grund dafür.

„Überraschend“ und „sensationell“, beschreiben ganz gut die Leistungen der beiden TGM-Läufer, Marit Wersin und Claus-Peter Rathje. Während Marit Wersin in der Klasse D 14 bei der DM Sprint erfolgreich war, schaffte es Claus-Peter Rathje in der H 75 bei der DM Lang.

 

Die DM Sprint fand in Seesen, einer Kleinstadt am Harzrand, statt. Das Wettkampfgelände selber lag in der mittelalterlichen Innenstadt, in der die Bahnleger sehr schwere Wettkampfstrecken geplant hatten. Volle Konzentration und hohe Laufgeschwindigkeiten waren gefordert. Die schwierigen Orientierungsaufgaben führten dazu, dass Medaillenträume vieler Teilnehmer schon früh platzten.

Einen sehr guten Tag hatte aber die TGM-Läuferin erwischt. Mit einer überragenden Zwischenbestzeit setzte Marit Wersin, die als jüngere Starterin mit einer frühen Startzeit ins Rennen gegangen war, ein nicht erwartetes Ausrufezeichen. Danach hieß es, mit bangem Blick auf die Ergebnismonitore schauend, lange warten. Rund 30 Läuferinnen, darunter alle Favoritinnen, waren nach Marit ins Rennen gegangen, aber nur zwei konnten ihre Zeit um wenige Sekunden unterbieten: Wahnsinn – die kleine Sensation war perfekt und der Jubel im TGM-Team und bei den rheinhessischen Orientierungsläufern groß. Ein außergewöhnlicher Tag, der mit einer ganz besonderen Siegerehrung auf der Freilichtbühne vor dem Seesener Schloß endete.

Fast hätte auch Birgit Wersin in der D 45 dort stehen dürfen, sehr knapp geschlagen landete sie auf dem siebten Platz, vor und hinter ihr viele ehemalige Nationalmannschaftsläuferinnen.

Den überraschenden dritten Platz in der Klasse H75 von Claus-Peter Rathje bei der DM Lang konnten die Budenheimer leider nur zeitversetzt im Netz miterleben. Wegen der weiten Anreise nach Waren (Müritz), in Mecklenburg-Vorpommern, hatte das restliche Team der TGM schweren Herzens verzichten müssen. In einem durch die Eiszeit geformten Gelände mit vielen Hügeln, Sümpfen und starker Vegetation lief der älteste TGM-OLer ein überraschend starkes Rennen, in einem der schwierigsten DM-Gelände der letzten Jahre. Mit mehreren Minuten Abstand auf Platz vier war der dritte Platz dabei nie gefährdet.

Die diesjährige OL-Saison geht nach diesen beiden Saisonhöhepunkten langsam zu Ende. Die Läufer der TGM können aber bei einigen Wettkämpfen noch Punkte für nationale und regionale Ranglisten sammeln und bei den regionalen Meisterschaften um Titel kämpfen. Nach Stand der Dinge dürften hier auch noch einige gute Platzierungen zu erwarten sein.