Claus-Peter Rahtje gewinnt nach verpatzter Generalprobe über die Ultralang-Distanz

Ideales Wetter und ein Wettkampfgelände, dass man vielleicht aus den Geschichtsbüchern kennt: die Schorfheide bei Berlin. Einst das Jagdrevier der DDR-Politprominenz, am letzten Wochenende aber Schauplatz einer ganz friedlichen, dafür aber schweißtreibenden Postenjagd.

 

Zuerst stand am Samstag ein Bundesranglistenlauf auf dem Programm, am Sonntag dann der erste, diesjähige Lauf um nationale Titel über die Ultralang-Distanz. Beide Rennen fanden im meist offenen Wald mit kraftraubenden Bodenverhältnissen statt. Dazu kamen schwierige Postenstandorte, die sehr exakt angelaufen werden mussten. Kein unbekannter Mix für Claus-Peter Rathje, aber ein riesen Fehler an Posten Nummer zwei war da schon zuviel, die „rote Laterne“ an diesem Tag die Konsequenz eines „gebrauchten“ Rennens.

Mit den Erfahrungen des Vortages ging Claus-Peter Rathje am Sonntag bei den Deutschen Bestekämpfen an Start. Mit einem konzentrierten, fehlerfreien Lauf schaffte er die Überraschung und es gelang ihm nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2017 ein weiteres Mal einen nationalen Titel in der H 75 mit nach Hause zu bringen. Das die läuferisch stärker, einzuschätzende Konkurrenz das Nachsehen hatte, zeigt die Besonderheit des Natursports Orientierungslauf. Nur schnell reicht nicht, es ist die gelungene Kombination zwischen Lauf und Orientierung, egal wie alt man ist, die den Erfolg ausmacht.

Wer dies auch einmal versuchen möchte, ist ganz herzlich eingeladen beim „World Orienteering Day 2018“ am 25.5.18 in Budenheim teilzunehmen. Die Orientierungsläufer der TGM bieten ab 15:30 Uhr verschiedene Orientierungsangebote für Neugierige und Sportler ab 3 Jahren. Ganz ohne Wettkampfstress und wie auch bei erfahrenen Olern, bestimmt nicht ganz ohne kleine Fehler bei der Postensuche, aber garantiert mit ganz viel Spaß.