Drucken

Initiative „Von Senioren für Senioren“

Es ist wirklich eine archäologische Sensation, die sie da in der Mainzer Johanniskirche ausgraben: Seit Jahren wühlen sich die Archäologen in der von außen völlig unscheinbaren Kirche Schicht um Schicht in den Boden und in die Vergangenheit – und sie erreichen immer ältere Schichten. Lange schon hatte man vermutet, dass hier die älteste christliche Kirche von Mainz stehen könnte, inzwischen ist es Gewissheit: Die Johanniskirche ist „Der Alte Dom“ von Mainz – ihre Mauern stammen aus der Merowingerzeit, 5. bis 8. Jahrhundert.

Am 10. Juli 2018 trafen sich interessierte Mitglieder der Turngemeinden Gonsenheim und Budenheim, aufgeteilt in zwei Gruppen, am Mainzer Leichhofbrunnen. Rudi Zang hatte seine Kontakte genutzt und diese Führung mit dem Pfarrer Gregor Ziorkewicz organisiert.

Der Pfarrer erklärte zunächst, dass der Leichhof ein alter Friedhof ist, was wahrscheinlich nicht jedem Teilnehmer bewusst war. Anschließend ging es in die St. Johanniskirche in einem Vorraum, in dem die Stücke der Ausgrabung aufbewahrt werden – selbstverständlich katalogisiert und zeitlich zugeordnet. Pfarrer Ziorkewicz zeigte den Teilnehmern auch den Grundriss der Kirche mit den zeitlichen Veränderungen.

Dann gingen die Führungsteilnehmer in das Seitenschiff der Kirche. Von einem Podest aus, auf dem sich gerade mal fünfzehn Leute aufhalten können, konnte man einen Teil der Ausgrabungen sehen. Ganz unten am Boden der Ausgrabung kam ein gefliester Boden zum Vorschein.

Die Führung im Innenraum war beendet und es ging in den vorderen Außenbereich, hier sah man wie die Mauer aufgebaut war, sichtbar waren zwei große Quadersteine die wohl zur Römerzeit gesetzt worden waren, auch Ziegelsteine, die in dieser Zeit zum Bauen genutzt wurden, sah man deutlich.

Damit war die Führung nach einer Stunde beendet, aber es wurde beschlossen im nächsten Jahr so eine Führung zu wiederholen und dann können die Teilnehmer vielleicht ins Mittelschiff.